KLINISCHE STUDIEN BEI SELTENEN ERKANKUNGEN
Die Diagnose einer seltenen Erkrankung wirft viele Fragen auf. Insbesondere müssen Betroffene häufig erfahren, dass für ihre seltene Erkrankung meist nur wenige oder gar keine zugelassenen Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen.
Um die Versorgungslücken bei diesen Erkrankungen schließen zu können, braucht es gezielte Forschung und Entwicklung: Mögliche Wirkstoffe werden zunächst intensiv in präklinischen Studien getestet:ref_vfa_2026
Vom Molekül zum Wirkstoff: Forschende prüfen potenzielle Wirkstoffe zunächst im Labor an Zellkulturen und in Computermodellen. So wird untersucht, ob ein Molekül die gewünschte Wirkung auf die Krankheitsursache zeigt.ref_vfa_2026
Umfassende Sicherheitschecks: Bevor ein Wirkstoff den Patient:innen zur Verfügung gestellt wird, wird untersucht, wie er sich in lebenden Systemen (Organismen) verhält, d. h. es wird genau analysiert, wie der Körper den Wirkstoff aufnimmt, abbaut und ob er sicher vertragen wird.ref_ich_2010
Berechnung der Startdosis: Bei diesen Untersuchungen wird die Startdosis des potenziellen Wirkstoffes für die erste Testung am Menschen (klinische Phase) ermittelt. Ziel ist, das Risiko für die ersten Studienteilnehmer:innen so gering wie möglich zu halten.ref_ema_2017
Klinische Studien bilden daraufhin den zentralen Brückenschlag: Nach erfolgreichem Abschluss der vorklinischen Studien erfolgt die Testung von Wirkstoffkandidaten am Menschen. In diesem Schritt wird die Verträglichkeit und Wirksamkeit einer möglichen Therapie untersucht.ref_vfa_2026